Schlimmer als erwartet: Saisonende für Arnaudovski


Für HC-Hard-Neuzugang Risto Arnaudovski ist die Saison vorzeitig zu Ende. Der Mazedonier zog sich vergangene Woche im Training eine schwere Knieverletzung zu und musste im Landeskrankenhaus Bregenz operiert werden. 

Dass dem 36-jährigen Mazedonier damit das Karrierende zumindest droht, ist eher Realismus denn Pessimismus. Dabei hatte sich der von Ferlach gekommene Rückraum-Akteur so viel beim regierenden Meister vorgenommen. International wollte er (EHF-Cup) spielen, Titel holen – zumindest zu einem hat es gereicht. Denn mit Arnaudovski besiegten die „Roten Teufel“ zum Saisonauftakt Cupsieger Margareten 32:24 und sicherten sich – auch dank zweier Arnaudovski-Siebenmeter – zum zweiten Mal den HLA-Supercup.

Arnaudovski, der noch etwa eine Woche im LKH Bregenz bleiben muss, will vom Ende der Karriere nichts wissen: „Nein, nein. Das denke ich nicht. Auch wenn ich jetzt nicht einmal laufen kann, werde ich alles tun, um noch einmal zu spielen.“ Dafür will der Modellathlet alle Strapazen auf sich nehmen. „Ich werde in der Physio kämpfen, kämpfen, kämpfen. Und zwar am Vormittag und Nachmittag, Samstag wie Sonntag. Auch am 24. und am 31. Dezember. Wenn mein Therapeut Zeit hat, bin ich da“, lässt Arnaudovski keine Zweifel an seiner Motivation aufkommen.

Vorerst kein Ersatz. Hards Sportlicher Leiter, Thomas Huemer, bedauert die Verletzung: „Persönlich tut mir das natürlich sehr weh. Zumal Risto von seinen Werten bei den Besten war und sich immer besser ins Spiel integriert hat.“ Die personelle Lücke werde vorerst nicht geschlossen: „Wir haben genug Spieler, die sich jetzt auch beweisen können. Und kurzfristig werden wir niemanden holen, auch wenn die Pönale für den vierten Legionär bezahlt wurde.“ Huemer verweist auf die lange Saison: „Da kann noch viel passieren und daher wäre jetzt ein Schnellschuss verkehrt.“ Ganz weg vom Spielbetrieb wird Arnaudovski nicht sein: „Unser Trainer wird ihn für die Videovorbereitung und die Spielanalyse einsetzen – so bekommt Risto den Kopf frei.“