Staatspräsident Pavlopoulos: Mazedoniens Name strahlt Irredentismus aus


Am Sonntag wurde der griechische Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos zum Ehrenbürger der stadt Amphipolis in Nordgriechenland ernannt. In seiner Rede hat er unter anderem das Thema "ungelöste Namensfrage mit dem Nachbarland Makedonien" angesprochen, auch kam die makedonische Geschichte zu Wort.

Das Makedonische Amphipolis 
Der Präsident befasste sich in seiner Rede auch mit der langen Geschichte von Amphipolis. Diese wurde 437 vor Christus gegründet. Im Jahr 357 vor Christus wurde sie von Philipp II. von Makedonien erobert und war seither Teil Makedoniens. Im Sommer 2014 wurde auf dem Hügel Kasta von Archäologen eine Grabstätte aus dem 4. Jhdt. vor Christus entdeckt. Einige, hauptsächlich griechische Wissenschaftler wollen nach wie vor nicht ausschließen, dass es sich um das Grab Alexanders des Großen handeln könnte. Wahrscheinlicher ist jedoch die Theorie, dass dort eventuell eine Person, die dem Makedonen König nahe stand, beerdigt wurde. 

Pavlopolos sprach davon, dass dieser Ausgrabung "große historische Bedeutung" zukomme. Es handle sich um „eine der größten der letzte Jahre“. Sie werde zum besseren Verständnis der Makedonischen Königreichs beitragen. Und noch mehr Beweise dafür liefern, dass "Makedonien griechisch ist". An dieser stelle möchten wir den griechischen Präsidenten auf einen Artikel von uns aufmerksam machen: Griechenland stoppt suche nach Alexander den Großen - Kein Geld mehr für Ausgrabungen


"Namensstreit" mit Mazedonien
Damit sandte der griechische Staatspräsident eine Botschaft an das nördliche Nachbarland das sich selbst laut seiner Verfassung als Republik Makedonien bezeichnet. Griechenland hat gegen diesen Sprachgebrauch von seinem Veto-Recht schon Gebrauch gemacht. Damit wurde vorerst der Weg Makedoniens in die EU und die NATO versperrt. 

Athen befürchtet "Territorialansprüche" des nördlichen Nachbarn auf die gleichnamige griechische geographische Region Makedonien. In diesem Zusammenhang stellte das Staatsoberhaupt fest, dass die EU "Regeln hat". 

Es könnte nicht sein, dass es ein EU-Land gebe, dessen Name "Irredentismus ausstrahlt". Athen hat mehrfach betont, dass es den EU- sowie NATO-Beitritt Skopjes unterstützen werde, sobald der seit Anfang der 90er Jahre anhaltende "Namensstreit" beigelegt wird. Mit anderen Worten, Griechenland fordert eine Umbennenung und einen Namen für seinen Nachbarn welches das Wort Makedonien nicht beinhaltet.

QUELLE: Griechenland Zeitung

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