Umfrage: Zweidrittel der Mazedonier wollen keine Namensänderung für NATO Mitgliedschaft


Zwei von drei ethnische Mazedonier sind gegen eine Namensänderung des Namens der Republik Mazedonien als Voraussetzung für die Mitgliedschaft in der NATO, laut einer Meinungsumfrage der Agentur Brima, die vom 27. November - 1. Dezember auf Antrag des Portals MKD.mk durchgeführt wurde.

Genau 67,1 Prozent der Mazedonier reagierten negativ auf diese Frage, 12,9 Prozent würden unabhängig von den Bedingungen der Allianz gar nicht beitreten und 15,6 Prozent würden einer Namensänderung für einen NATO Beitritt zustimmen. 
Bei der albanischen Minderheit in Mazedonien sind die Antworten auf diese Frage diametral entgegengesetzt: 81,4 Prozent stimmen einer Namnesänderung für eine NATO Mitgliedschaft zu, 7,2 Prozent sind dagegen und nur 1,5 Prozent wollen keine Mitgliedschaft. 
Nimmt man alle Befragten, unabhängig von der ethnischen Zugehörigkeit, zusammen dann sind 49 Prozent gegen eine Namensänderung um der NATO beizutreten, während 10,3 Prozent strikt gegen einen NATO-Beitritt sind. 35 Prozent dagegen würden auf Kosten des Namens der Republik in die NATO beitreten.

Auf die Frage "Würden Sie der Lösung der Namensfrage zustimmen die lautet: Verfassungsnamen Republik Mazedonien nur für den nationalen Gebrauch, für die Mitgliedschaft in internationalen Organisationen einen internationalen Namen wie die jetzige provisorische Bezeichnung EjRM?" antworteten die Mazedonier entschlossener: 68,1 Prozent stimmen diesem Vorschlag nicht zu, und 27,3 Prozent würden dem zustimmen.
Für die Albaner in Mazedonien ist das Gegenteil der Fall: 71,3 Prozent stimmen dem Vorschlag mit zwei Namen zu, und nur 7,2 Prozent lehnen dies ab.
Bei allen Befragten ungeachtet ihrer ethnischen Zugehörigkeit ist für 53,3% der Vorschlag nicht akzeptabel, dem widersprechen 40,2% der Befragten die zustimmen würden.

Von den Mazedoniern sind 61,3 Prozent der Meinung, dass die Lösung des Namensproblems nicht im Parlament oder in anderen staatlichen Organen "beschlossen" werden sollte und lehnen so einen Vorgang ab, 29,2 Prozent sprechen jedoch Zustimmung aus.
Für die Albaner würden 77,2 Prozent einen Alleingang der Institutionen akzeptieren, und lediglich 11,9 Prozent wollen Mitspracherecht.

Im Hinblick auf das Referendum als Endfilter für die Namensfrage, sprechen sich 58,9 Prozent der Mazedonier für eine Volksbefragung aus, wohingegen 19,3 Prozent keinen Bedarf an einem Referendum sehen.  Demgegenüber sprechen sich 64,1 Prozent der Albaner für eine Volksabstimmung aus und 15,8 Prozent dagegen. Der erste Punkt in dem sich beide Ethnien Einig zu sein scheinen...

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