Mein Kampf von Hitler "verkauft sich seit Jahren gut" in Mazedonien


Adolf Hitlers "Mein Kampf" sorgte in Mazedonien für Aufsehen, als Fotos von Stapeln des umstrittenen Buches des NS-Führers, die bei der jüngst abgehaltenen Buchmesse in Skopje ausgestellt waren, online gingen.

Hitlers Autobiographie sei auch in den Regalen der mazedonischen Supermärkte zu finden, die für etwa 300 Denar (etwa fünf Euro) verkauft werden, schreibt das aus Großbritannien gesteuerte Portal "Balkan Insight".

Tausende von Kopien seien seit der Veröffentlichung der ersten mazedonischen Ausgabe im Jahr 2005 verkauft, behauptet Nikola Kosteski, der Gründer des Verlages Gjurgja, der die Übersetzung herausgegeben hat.

"Die erste Ausgabe ist von 2005 und wurde in 1.000 Exemplaren gedruckt. Als diese verkauft wurden, wurden neue Exemplare gedruckt. 2011 haben wir es wie das Original in zwei Bänden veröffentlicht. Beide waren in 1.000 Exemplaren und wurden auch verkauft, also druckten wir mehr.", sagt Kosteski.

"Ich habe keine Aufzeichnungen über jede verkaufte Kopie, aber es ist immer noch eines der am häufigsten nachgefragten Bücher.", fügte er hinzu.

Das Vorwort der mazedonischen Ausgabe erklärt, wie "Mein Kampf" geschrieben und veröffentlicht wurde, wie viele Exemplare vor und nach Hitlers Machtübernahme verkauft wurden und wie das Werk in anderen Ländern veröffentlicht wurde.

Es zitiert auch die Meinungen von Kritikern, die sagen, dass es ein extrem schlecht geschriebenes Werk ist, das laut einem Zitat des britischen Professors Donald Cameron Watt "tödliche Ideen" verbreitet. Watt legt aber auch nahe, dass Menschen keine Angst vor dem Buch haben sollten und es objektiv betrachten sollten.

"Wir stimmen natürlich nicht mit Hitler überein, und im Vorwort des Buches veröffentlichten wir negative Meinungen über den Diktator. Aber abgesehen davon gibt es keinen Grund, es nicht zu veröffentlichen.", argumentierte Kosteski.

Koteskis Verlag "Gjurgja" druckte neben Hitlers Werk auch Reden-Sammelwerk des NS-Propagandaminister Joseph Goebbels und ein Buch über Mussolini.

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